Zum Abschluss unseres Besuches des Various Voices in London machte ich zusammen mit Ruth Blöchlinger, Luc van Lieshout (singt im Schwubs mit) und Thomas Röthlisberger im gayRadio einen ausführlichen Rückblick auf das schwulesbische Festival …
Mit dem Taxi zum City Airport, mit CityJet nach Paris, mit der Air France nach Genf und jetzt noch mit dem Zug nach Bern … Wegen dem Umweg via Paris wurde Tag relativ lang!
Und wir sind ganz traurig, dass unser Ausflug nach London schon vorbei ist.
Abschlussabend am Various Voices und der letzte Tag in London - morgen früh geht es zurück in die Schweiz …
Während des Abschlussabends in der Royal Festival Hall feierten sich vor allem die Organisatoren selber. Schade sind dabei die Chöre aus all den anderen Ländern etwas untergegegangen. So sangen die obligatorische Hymne zum Schluss des Festivals die einheimischen Chöre - unterstützt vom London Gay Symphony Orchestra - alleine.
Unser Abschlusskonzert heute Nachmittag stand unter dem Motto: “Best of British”. Es sangen Gay Abandon (aus Yorhshire), der Brighton Gay Men’s Chorus und der Lesbian and Gay Chorus (aus Manchester). Für den Chor aus Manchester standen über 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne.
Ach ja, das touristische Programm von heute verbrachten wir staunend im riesigen Harrods.
Die Hymne vom Various Voices 2009 - gesungen heute Abend während der Abschlussveranstaltung …
Trotz vielen Konzerten am Various Voices haben wir uns heute noch etwas Zeit für Sehenswürdigkeiten genommen. So bummelten wir über die London Bridge, guckten uns die St. Paul’s Cathedral an und spazierten über die Millenium Bridge und der Themse zu den Konzertenlokalen.
Wir besuchten heute am Various Voices zwei Konzerte mit den Philhomoniker aus München, Mélo ‘Men aus Paris, Tapalanote aus Brüssel, Warme Wellen aus Aachen, Mannenkoorts aus Holland und Männer-Minne aus Berlin.
70 Männer singen im 1994 gegründeten Chor aus Paris mit. Entsprechend gewaltig tönte die Darbietung des Mélo ‘Men. Meine persönlichen Höhepunkte waren der holländische A-cappella-Chor Mannenkoorts und Männer-Minne.
Männer-Minne aus Berlin heute Nachmittag am Various Voices mit ihrem Schlampen-Medley …
“Hope” und viel Tragik heute Abend an der Aufführung “Sing for the Cure”, dem symphonischen Konzert für Chor und Orchester über Brustkrebs …
“Singen für die Heilung” hat ihren Ursprung in den USA. Ziel ist die Beschaffung von Geldern für die Brustkrebsforschung und Medikamenten für Krebskranke - was in einem Land ohne Krankenversicherungen wichtig ist.
Das “moderne Requiem” erinnerte mich stark an einen amerikanischen Gottesdienst mit tränenreichen Texten und gemeinsamen Händeklatschen. So tönt es bei uns in der Regel nur zu Weihnachten, wenn die Gospelchöre Saison haben.
Ich habe trotzdem am Schluss des Konzerts “etwas” in den (riesigen) Sammeltopf geworfen!
Wir besuchten heute Nachmittag zwei Konzerte mit den Classical Lesbians (aus Berlin), Vox Homana (aus Hannover), Schwubs (aus Bern), Hellmans Drengar (aus Schweden), Schmaz (aus Zürich) und Canta:re (aus Berlin).
Natürlich fieberten wir vor allem bei den Auftritten der beiden Schweizer Chöre Schwubs und Schmaz mit. Die Schwulen Berner Sänger wirkten (machmal) bei ihrem Auftritt etwas unsicher. Schuld daran war nach Auskunft des Chorleiter Werner Bucher, dass die Sänger das Klavier nicht hörten, die Technik versagte. Die Bernerr kamen aber beim Publikum sehr gut. Musikalisch perfekt (und sehr schweizerisch) war der Schwule Männerchor Zürich. Bei Liedern wie “Emmentaler Kuhreihen” und “Bärgandacht” kamen mir hier in London heimatliche Gefühle hoch.
Die Schwubs’ler heute Nachmittag in London am Various Voices …
Wir sitzen hier in London in der Royal Festival Hall und warten aufs Konzert “Sing for the Cure” mit dem London Gay Symphony Orchestra und sind sehr gespannt …
Aufgeführt wird dieses symphonische Werk für Chor und Orchester über Brustkrebs in europäischer Erstaufführung. Mit der Vorstellung soll Geld für die Heilung von Brustkrebs gesammelt werden.
Zwei Konzerte mit folgenden Chören standen heute auf unserem Various Voices-Programm: Cantori del Duomo aus Utrecht, Sweet & Power aus Bern, Den Norske Homofonien, die Kleine Berliner Chorversuchung, Vielhomonie Rhein-Ruhr und Rosa Note aus Stuttgart.
Eine riesengrosse Überraschung war für mich der Berner Frauenchor Sweet & Power. Die Frauen angelten sich 2007 als Chorleiter den Pianisten und Sänger Abdiel Montes de Oca - und gaben heute in London unter seiner charmanten Leitung Gas.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Chor Rosa Note aus Stuttgart. Sie wirkten in ihren klassischen Anzügen aberwitzig und etwas irritierend. Den Chor gibt es seit über 17 Jahren und hat rund 30 Sänger im Alter zwischen 20 und 60 Jahren.
Im Anschluss an die beiden Konzerte widmeten wir uns noch den Sehenswürdigkeiten Londons. Wir guckten uns die Houses of Parliament mit dem Big Ben, die Westminster Abbey und den Buckingham Palace an.
Sweet & Power heute Nachmittag in London am Various Voices mit “S’Margritli” …
Nach einem halbfreiwilligen “Irrflug” via Paris sind wir heute Abend hier in London gelandet. Wir wollen in den nächsten Tagen am Various Voices verschiedene Konzerte besuchen. Start ist bereits morgen um 12.00 Uhr - wir sollten also dringend ins Bett …
Am Various Voices werden übrigens 60 schwulesbische Chöre, bzw. 2000 Sängerinnen und Sänger aus 14 verschiedenen Ländern 50 Konzerte geben. Mit dabei u.a. der Schwubs (Schwule Berner Sänger), der gemischte Frauenchor Sweet & Power aus Bern und der Schmaz (Schwuler Männerchor Zürich).