Beiträge vom Oktober, 2008

Ein Herz für Zürich?

Dienstag, 28. Oktober 2008 17:12

Offensichtlich ist die Petition gegen die EuroPride vom nächsten Jahr zustande gekommen. Die “Familienlobby Schweiz” will die Unterschriftsbogen Ende November oder Anfang Dezember dem Zürcher Stadtpräsidenten übergeben. Gleichzeitig soll auch eine Publikation vorgestellt werden. In “Befreiung aus dem Homo-Gefängnis” erzählt ein Mann aus seinem Leben in Sexsucht, Prostitution und Aids und der Befreiung von der Homosexualität mit Gottes Hilfe.

Natürlich gönnen wir diesem Ehemaligen seine Befreiung aus dem Schwulsein. Das Fass zum Überlaufen bringt allerdings ein Gebetstag unter dem Motto “Hast du ein Herz für Zürich?”, der am 15. November stattfindet. Mit Gebeten soll “gegen die Festung von Zürich angegangen werden, die Leben verhindert und zerstört”. Gemeint ist die Homosexualität, “die in unseren Medien so verherrlicht und hochgespielt wird”.

Organisiert wird der Gebetstag u.a. von der Frauengebetskette Schweiz und findet bei der Zürcher Heilsarmee statt. Nebst einem Vertreter der Homoheilungsorganisation Wüstenstrom wird auch der Leiter der Frauengebetskette, Reini Schümperli, an diesem Tag referieren. Schümperli will die “biblische Vision weitergeben, die er für die Zürcher EuroPride von Gott erhalten hat” …

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Love your self

Montag, 20. Oktober 2008 22:39

Er wohnt in Zürich, arbeitet als Moderberater und Allrounder im Familienbetrieb und möchte mit dem Motto “Love your self” der neue Mister Gay werden: Der 21jährige John Merlino war gestern Abend mein Gast im “Musik für einen Gast” im GayRadio auf Radio RaBe …

Thema: gayRadio | Kommentare (0) | Autor: DRF

Es geht doch nicht um Sex

Samstag, 11. Oktober 2008 0:02

Es geht doch nicht um Sex, sondern um Achtung und Toleranz. Wir Schwulen und Lesben in der Schweiz fordern deshalb zum heutigen Coming-Out-Day:

  • Sachgerechte Thematisierung der sexuellen Orientierung durch die Schulen.
  • Sicherheiten für ArbeitnehmerInnen, namentlich bei Zwangs-Outings durch den Sonderzivilstand “Eingetragene Partnerschaft”.
  • Schaffung eines allgemeinen Gleichstellungsgesetzes mit ausdrücklicher Nennung der sexuellen Orientierung.
  • Moralische und finanzielle Unterstützung des Staates für die Integrationsarbeit der lesbischwulen Organisationen.

Seit 20 Jahren ist jeweils am 11. Oktober Coming-Out-Day. An diesem Tag wollen Schwule und Lesben weltweit darauf aufmerksam machen, dass neben der Heterosexualität noch weitere, gleichwertige Formen der sexuellen Orientierung bestehen.

Dass der Coming-Out-Day auch nach 20 Jahren noch nötig ist, beweist folgende Schlagzeile, die ich gerade in den weiten des Internets gelesen: “Ein 17-jähriger schwuler Bursche verübte Selbstmord und die Menge johlte”. Ein Dach, ein verzweifelter Junge und die Zuschauer riefen: “Spring, du Schwuchtel!”.

Geschehen offenbar vor kurzem in Derby, Grossbritannien.

Der Bericht zitiert einen zufällig anwesenden BBC-Reporter auf die Frage, warum die Polizei nicht eingriff, so: “Die beiden anwesenden Officers hatten genug zu tun, den Burschen zu retten. Es war auch für die Polizisten neu, dass die Menge sich so verhielt”.

Zwei Stunden sprachen die zwei Polizisten mit dem Jungen - dann sprang er …

Thema: schwul-schwul | Kommentare (1) | Autor: DRF