Schwule Generäle braucht das Land!

Wenn die ‘Weltwoche’ sich dem Thema Homosexualität annimmt, wird es regelmässig spannend. In der aktuellen Ausgabe fragt sich Philipp Gut ernsthaft: “Würde man im Ernstfall für einen schwulen General das Leben riskieren?” Nein, meine ich! Das macht in meinen Augen nämlich nicht mal für einen heterosexuellen General wirklich Sinn …

Gemäss ‘Weltwoche’ stellen sich im Zusammenhang mit Homosexualität “durchaus relevante” Fragen, die wir hier gerne wiederholen: “Ist es tatsächlich egal, wenn Vorgesetzte und Generäle schwul sind? Können homosexuelle Heerführer die Truppen ohne Gefährdung ihres Ansehens und ihrer Autorität führen? Oder stellt die Homosexualität in einer naturgemäss tief vermännlichten Organisation nicht ein Problem dar? Kurz: Dürfen Armeechefs schwul sein?”

Warum sich die ‘Weltwoche’ gerade ausgerechnet jetzt diese Fragen stellt? Aufhänger ist der ehemalige Chef der Schweizer Armee Roland Nef. Philipp Gut ist in der ‘Weltwoche’ überzeugt, dass eine “interessante Facette beinahe untergegangen” ist. Nämlich: “Nach Darstellung seiner Ex-Freundin hatte Nef eine homoerotische Beziehung zu einem Kameraden.”

Philipp Gut weiss, dass Roland Nef “offensichtlich versuchte, seine Homosexualität zu unterdrücken”. Und warum gaben sich die Medien diesbezüglich so verschwiegen? Gemäss ‘Weltwoche’ steht sie im “Kontrast zur offensiven Lust, mit der sonst über Homosexualität in der Öffentlichkeit diskutiert wird”. Wurden doch im vergangenen Jahr während der EuroPride in Zürich von den “Behörden regenbogenfarbige Fahnen” gehisst. Und die “Stadtpolizei warb mit rosaroten Handschellen”. Und “selbst in Schulen gehören abweichende sexuelle Orientierungen zum Pflichtstoff” …

Würde mann “im Ernstfall” nun für einen schwulen General das Leben riskieren? Philipp Gut gibt nur eine vage Antwort: “Die in jüngster Zeit gern verteufelte oder gar verlachte Macho-Kultur gehört zur Armee wie die Gymnastik zu einem Damenturnverein”. Gut meint weiter: “In der politischen Diskussion warf man Grenadieren und anderen Elitetruppen vor, sie gebärdeten sich als Rambos”. Dürfen Soldaten nun eigentlich Rambos sein? Da meint die ‘Weltwoche’: “Aber was, bitte, sollten sie denn sonst sein?” …

Weicheier vermutlich! Zitieren wir die ‘Weltwoche’ nochmals: “In der Schweizer Armee gilt seit dem ersten Januar letzten Jahres ein Befehl für das sogenannte Diversity-Management. Darunter fällt auch die Gleichbehandlung der Homosexuellen. In den Queer Officers Switzerland, dem «Verein für schwule Offiziere aller Grade der Schweizer Armee», haben die Homosexuellen in Uniform ihre sozusagen betriebsinterne Lobby.” Und das ist gut so! Vielleicht hätte sich Roland Nef bei den Queer Officers Rat holen sollen - und er wäre - vielleicht - noch Armeechef …

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Autor: DRF
Datum: Donnerstag, 11. Februar 2010 17:29
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2 Kommentare

  1. 1

    Mann sollte die Weltwoche nicht so ernst nehmen, wie sie selber nicht genommen werden möchte! ;)

  2. 2

    [...] Daniels Blog weiterlesen: Schwule Generäle braucht das Land! [...]

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